Weideprojekt am Faulen See soll Verbuschung zurückdrängen

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Weideprojekt am Faulen See soll Verbuschung zurückdrängen
Heckrinder hinter dem Akazienwäldchen (Foto: Nabu)

Müncheberg. Seit mehr als zwei Jahren läuft nun schon das Weideprojekt „Fauler See“. Insgesamt sechs Konik-Pferde (zwei Stuten, ein Stutenfohlen und zwei Hengstfohlen sowie ein Hengst) und siebzehn Heckrinder (dreizehn Bullen und vier Färsen*) leben ganzjährig auf der Fläche zwischen Akazienwäldchen und dem Faulen See. Mit diesem Projekt möchte der NABU (Ortsgruppe Müncheberg) die stetige Verbuschung der Wiesenlandschaft zurückzudrängen.  Langfristig soll so eine offene Kulturlandschaft erhalten bleiben, die für die Menschen als Naherholung dienen kann.

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Erste Erfolge schon erzielt

Ein kleiner Erfolg hat sich schon eingestellt, berichtete stolz ein Vertreter der Nabu Ortstgruppe aus Müncheberg.  So konnte in diesem Gebiet erstmalig eine kleine Zauneidechsenpopulation nachgewiesen werden. Und diese profitieren von den kurzrasigen Weideflächen insbesondere in den trockneren Bereichen der Weideflächen. Auch konnten unterschiedlichste Vogelarten, wie Bekassine, Kiebitz, Seidenreiher, Waldkauz, Fichtenkreuzschnabel, Eisvogel, Fischadler, Raufußbussard, Pirol, Neuntöter, Zwergtaucher, Rohrdommel, Seidenschwanz, Wacholderdrossel, Bartmeise und Schwanzmeise beobachtet werden. Aufgrund der ornithologischen Bedeutung, wurde dieses Feuchtgebiet rund um den Faulen See als Fauna-Flora-Habitat-Schutzgebiet ausgewiesen.

Herde mit Konik-Pferden am Faulen See (Foto: Nabu)

Für Interessierte bietet der NABU Müncheberg auch Exkurisionen durch dieses Gebiet an. Anfragen können unter der E-Mail-Adresse nabu1992@posteo.de gestellt werden.

Auch projektbezogene Bildungsspenden sind möglich:

www.bildungsspender.de/weideprojekt-fauler-see

 

*Ein geschlechtsreifes Rind wird bis zur ersten Kalbung auch als Färse bezeichnet.

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