„Unser Dorf hat Zukunft“ – Trebnitz belegte den zweiten Platz

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Unser Dorf hat Zukunft - Trebnitz belegte den zweiten Platz
Marion Worms von der Stadtverwaltung überbrachte den Vertretern des Ortsteils Trebnitz, Marion Tauschke und Henry Elsner, die Glückwünsche der Bürgermeisterin der Stadt Müncheberg.

Trebnitz/Seelow. Der Müncheberger Ortsteil Trebnitz belegte den zweiten Platz beim 10. Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft„. Die Entscheidung der Jury wurde am Donnerstagabend im Landratsamt Seelow feierlich verkündet. Beigeordneter Rainer Schinkel und der Leiter des Amtes für Landwirtschaft und Umwelt in der Kreisverwaltung Jan Paepke begrüßten die Vertreter der teilnehmenden Gemeinden und der Sponsoren. Im diesem Jahr haben 6 Gemeinden, hautpsächlich aus dem östlichen Oderland, an dem Wettbewerb teilgenommen. Neben Trebnitz waren noch Neulewin, Golzow, Gusow-Platkow, Neutrebbin und Vorjahressieger Zechin vertreten. In seiner kurzen Rede betonte Schinkel, dass er stolz auf die positive Entwicklung bei den Bevölkerungszahlen im ländlichen Raum ist. Zwar sei dieses noch keine Trendumkehr, aber man sieht, dass die Abwanderungen deutlich weniger geworden sind. Der Wettbewerb zeige, dass es in den ländlichen Gemeinden durchaus lebenswert sei.

An dem Wettbewerwerb „Unser Dorf hat Zukunft“ können räumlich zusammenhängende Gemeinden oder Gemeindeteile mit dörflichen Charakter teilnehmen, wobei die Einwohnerzahl die  3.000 nicht übersteigen sollte. Bei der Bewertung, die durch eine Jury vorgenommen wird, geht es dann in erster Linie nicht um Schönheit. Es geht um eine ganzheitliche Betrachtung der Lebensqualität. Und es geht um das Vorhandensein bzw. die Schaffung von Strukuren, die sich positiv auf die zukünftige Entwicklung der Gemeinde auswirken. In diesem Jahr fand die Begehung der Gemeinden im Oktober jedoch unter „erschwerten Bedingungen“ statt. Denn kurz zuvor hatte der Orkan Xavier seine Spuren hinterlassen. Golzow hatte zum Beispiel am Tag der Begehung keinen Strom. Und in Trebnitz regnete es beim Ortstermin darüber hinaus noch aus Kübeln.

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Obwohl Trebnitz mit aktuell 393 Einwohnern zu den kleineren Teilnehmer-Gemeinden gehörte, überzeugte die Bewertungskommission vor allem das große Engagement für das Gutsensemble und den Gutspark. Besonders beeindruckt waren sie vom Projekt der Parkhelden, einer Arbeitsgemeinschaft der Dorfhelden, die den Gutspark wieder erlebbar machen möchten. Die Trebnitzer engagieren sich dort zusammen mit deutschen und polnischen Jugendlichen in unterschiedlichen Projekten, um den Landschaftspark wieder herzustellen und zu beleben. Aber auch die Pläne zur  Entwicklung des Bahnhofsgebäudes und des -umfelds flossen positiv in die Bewertung ein. Neben 1.500 Euro  für den zweiten Platz erhielten die Trebnitzer dann noch eine zweite Geldprämie, nämlich 400 Euro für den Sonderpreis „Grüngestaltung“.

Beigeordneter Rainer Schinkel beglückwünscht Marion Tauschke aus Trebnitz zum zweiten Platz im Wettbewerb.

Sieger des Kreiswettbewerbs wurde die Gemeinde Neutrebbin, die den Landkreis Märkisch-Oderland im kommenden Jahr im Landeswettbewerb vetreten wird. Aus Sicht der Jury ist die Gemeinde Neutrebbin für die Zukunft sehr gut aufgestellt. Sie punktete mit einer Vielzahl sozialer und kultureller Aktivitäten und Einrichtungen für alle Generationen. Neutrebbin schafft eine solide Basis für das Leben und Arbeiten im Ort. Die Vernetzung bei der Sicherung der sozialen Infrastruktur ist erstklassig. Darüber hinaus verfügt die Gemeinde über eine Kita, eine Grund- und eine Oberschule, mehrere Einkaufsmöglichkeiten, Arztpraxen und Sportanlagen. Das Gemeinschaftsleben wird in Neutrebbin generationsübergreifend gefördert – von der Krabbelgruppe über die umfangreiche Jugendarbeit bishin zum breit aufgestellten Vereinsleben und Angeboten der Seniorenbetreuerin, wie es weiter in der Begründung der Jury heißt.

Besonderer Dank gilt den Sponsoren, die die Preisgelder für diesen Wettbewerb zur Verfügung gestellt haben. Das waren die Sparkasse Märkisch-Oderland, die EWE AG, die Agrargenossenschaft ODEGA Groß Neuendorf eG, die Landhandel Alt Zeschdorf GmbH, die Agraraktiengesellschaft Albrecht Daniel Thaer und die Thaer’sche Gutsverwaltung Möglin GmbH.

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