Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Jahnsfelde

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Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Jahnsfelde
Die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Jahnsfelde fand am 16.02.2018 im Gemeinschaftsraum der alten Dorfschule statt.

Jahnsfelde. Am 16. Februar 2018 trafen sich rund zwanzig Kameradinnen und Kameraden in der Alten Dorfschule zur Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr Jahnsfelde. Nach einer kurzen Begrüßung der Anwesenden und Gäste, darunter die Bürgermeisterin Dr. Uta Barkusky, blickte Ortswehrführer Wolfgang Stenzel in einer anschaulichen Leinwand-Präsentation auf das vergangenen Feuerwehrjahr zurück.

Insgesamt rückte die Jahnsfelder Wehr im Jahr 2017 zu 24 Einsätzen aus, mit einer Einsatzzeit von 122 Stunden. Doch selbst wenn man die Sturmeinsätze vom Oktober 2017 herausrechne, wären es immerhin noch 18 Einsätze gewesen, so der Ortswehrführer. 8 Einsätze waren tagsüber in der Zeit zwischen 6:00 und 17:00 Uhr.

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Mitgliedertechnisch gab es zum Vorjahr relativ wenig Bewegung. Aktuell sind bei der Jahnsfelder Feuerwehr 16 Mitglieder im aktiven Dienst tätig. 10 weitere Mitglieder sind in der Altersabteilung und die Jugendfeuerwehr zählt aktuell 12 Mitglieder. Damit ist die Mitgliederzahl jedoch weit von dem entfernt, wie es zu Hochzeiten einmal war. Doch die Zeiten ändern sich, so Ortswehrführer Wolfgang Stenzel, denn heute muss viel mehr gefahren werden, ob zur Arbeit oder zur Schule. Und da bleibt nicht mehr viel Zeit für die Feuerwehr. Doch er hoffe mit der Fertigstellung des neuen Feuerwehrgerätehauses, und den damit verbesserten Bedingungen, auf das eine oder andere Neumitglied.

Zum aktuellen Bautenstand am Feuerwehrgerätehaus berichtete Wehrführer Stenzel weiter, dass sich die Arbeiten in der Schlussphase (Restarbeiten + Nachbesserungen) befänden. Unter anderem müsse noch eine Absauganlage installiert werden und dann soll mit der Einrichtung begonnen werden. Eine kleine Küchenzeile sei bereits in Eigenregie der Jahnsfelder Wehr eingebaut worden. Im Außenbereich ist auch noch einiges zu erledigen. Doch konkrete Termine konnte er noch nicht benennen und verwies auf die Verwaltung. Wolfgang Stenzel hoffe, dass zu den Jubiläen im kommenden Jahr alles fertig sein wird. Denn die Jahnsfelder wollen dann das 111-jährige Bestehen der Orstfeuerwehr und das 20-jährige Bestehen der Jugendfeuerfeuer gebührend feiern.

Und zu einem neuen Feuerwehrgerätehaus gehört auch vernünftige Technik. Und so wurde noch einmal auf die steigenden Einsatzzahlen bei technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen hingewiesen. Das Jahnsfelder Fahrzeug sei nicht mehr auf dem Stand der Technik, die man für eine schnelle und wirkungsvolle Hilfe am Unfallort benötige. Dies wurde auch in der Gesprächsrunde von einem Kameraden so noch einmal recht deutlich formuliert. Aktuell hätte man noch nicht einmal Wasser zum Löschen dabei.

Ähnlich wie bereits auf der Jahreshauptversammlung der Müncheberger Ortsfeuerwehr, erinnerte auch Wolfgang Stenzel an den „Brandbrief“ aus dem vergangen Jahr. Zwar sei schon einiges bewegt worden, doch einiges eben auch noch nicht. Die Bürgermeisterin nahm diesen Faden gleich auf und verwies auf den Runden Tisch, der in dessen Folge eingerichtet wurde und der aus Vertretern der Ortswehren, der Verwaltung und der Politik besteht. Dort bespricht man genau diese Probleme und leitet unmittelbar Handlungsaufträge ab. Und genau dort gehören auch alle Wünsche, Ideen und Kritiken hin. Dabei seien die Schwerpunkte vom Runden Tisch die Feuerwehrgerätehäuser, die Fahrzeuge, die Ausrüstung, die Einsatzkleidung und natürlich die Führerscheinproblematik, so Uta Barkusky weiter. Sie versprach, dass der Runde Tisch auf unbestimmte Zeit weiter bestehen bleibt. Der nächste Runde Tisch tagt schon im März.

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Zum Thema „neues Fahrzeug“ teilte die die Bürgermeisterin mit, dass die Notwendigkeit erkannt wurde, die finanziellen Mittel für 2018 jedoch ausgeschöpft seien. Doch für 2019 sei dies nun in Planung. Dies bestätigte auch der stellvertretene Stadtwehrführer Udo Lau und verwies ergänzend auf die Alarmierungspläne, dass bei entsprechende Einsätzen auch gleichzeitig benachbarte Wehren angefordert werden und so immer die notwendige Einsatztechnik vor Ort sein sollte. Bereits jetzt wird auch die Trebnitzer Feuerwehr zu Einsätzen auf der B1 mit alarmiert. Zufrieden zeigte sich Udo Lau, dass 4 Kameradinnen und Kameraden die Atemschutzausbildung erfolgreich absolviert haben. Dadurch kann für die Jahnsfelder Ortsfeuerwehr die Ausrückeordnung wieder angepasst werden.

Jugendabteilung leistet herausragende Arbeit

Besondere Erwähnung fand auf der Jahreshauptversammlung die herausragende Arbeit der Jugendfeuerwehr, wo die Jahnsfelder eng mit den Trebnitzern zusammenarbeiten. Und so ist es wenig überraschend, dass die Trebnitzerin Susanne Pawlick künftig als stellvertretene Jugendwartin in der Jahnsfelder Feuerwehr tätig sein wird. Besonders engagiert sei die Jugendfeuerwehr im Feuerwehrsport, wo man sich ebenfalls etwas mehr Unterstützung von der Stadt wünsche. Denn dies könne nicht ausschließlich Privatsache der Kameradinnen und Kameraden sein. Diese hätten zum Beispiel schon aus Privatmitteln Schutzschuhe für die Jugend, aber auch Schlauchmaterial für Trainingszwecke angeschafft. Der Nachwuchs in der Jugendfeuerwehr sind die aktiven Feuerwehrleute der Zukunft.

Den beiden Kameradinnen Peggy Bartels und Lisa Löbl wurde besonders gedankt. Denn zusätzlich zum aktiven Dienst in der Feuerwehr, sind sie aktiv im Feuerwehrsport engagiert und absolvierten dort 63 bzw. 197 Trainingsstunden. Gemeinsamt traten sie bei den Landesmeisterschaften in Doberlug-Kirchhain an. Lisa Löbl nahm darüber hinaus auch bei einem Feuerwehrwettkampf in Österreich teil.

Nach Gruß- und Dankesworten vom Vorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung, Dr. Hans-Jürgen Wolf, und vom Vorsitzenden der Linksfraktion, Winfried Tietze, der den Feuerwehrleuten von ganzem Herzen für deren stetige Einsatzbereitschaft dankte, folgten die Ehrungen.

Lisa Löbl wurde zur Hauptfeuerwehrfrau befördert. Weiterhin wurde dem Kamerad Stefan Domey die Medaille für Treue Dienste in Bronze verliehen, dessen Urkunde vom Innenminister des Landes Brandenburg, Karl-Heinz Schröter, unterschrieben ist. Steffen Elsner wurde für seine Verdienste für die Jugendfeuerwehr mit der Ehrenurkunde von Feuerwehr und Förderverein ausgezeichnet. Und abschließend erhielt auch der Ortswehrführer selbst von seinen Kameradinnen und Kameraden eine nicht ganz offizielle Urkunde, die jedoch deren Dank für seine geleistete Arbeit ausdrücken sollte.

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