Grundsteinlegung „Haus der Kulturbiomforschung“ in Müncheberg

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Grundsteinlegung „Haus der Kulturbiomforschung“ in Müncheberg
Die Grundsteinlegung erfolgte durch Dr. Martina Münch (Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur in Brandburg), Michael Stübgen (Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft) und von den Vorstandsmitgliedern vom ZALF, Cornelia Rosenberg und Frank Ewert (Foto: Stephen Ruebsam)

Müncheberg. Am 5. Juni fand die Grundsteinlegungsfeier zum neuen „Haus der Kulturbiomforschung“ am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. mit Gästen aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft statt. Im Neubau sollen insbesondere der Einfluss von Mikroorganismen auf Pflanzenwachstum und Klimaveränderungen noch intensiver erforscht werden. Mit dem Bau des Labor- und Bürokomplex auf dem Campus in Müncheberg stärkt das ZALF die internationale Agrarforschung im Land Brandenburg im 90. Jubiläumsjahr des Forschungsstandorts.

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Die Weltbevölkerung wächst rasant, gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine nachhaltige, umweltschonende und hochproduktive Landwirtschaft. Um beiden Aspekten gerecht zu werden, muss das Verständnis über die Wechselwirkungen von Mikroorganismen und anderen Pflanzen auf das Wachstum, Krankheiten, Bodenfruchtbarkeit und Standortbedingungen sowie auf das Klima vertieft werden. Im Zentrum der Forschung im neuen Haus der Kulturbiomforschung steht daher auch das namensgebende Kulturbiom, das diese integrierte Betrachtung beschreibt. Das ZALF bündelt dort Methoden und Konzepte aus der modernen Mikrobiologie, Pflanzenphysiologie, Biodiversitätsforschung sowie Biogeochemie.

Gesamtkosten in Höhe von 4 Millionen Euro

Das Vorhaben baut auf den bereits vorhandenen wissenschaftlichen Kompetenzen des Leibniz-Zentrums auf und wird zu 80 Prozent durch die EU im Rahmen des Europäischen Programms für regionale Entwicklung und zu 20 Prozent aus Bundesmitteln sowie Mitteln des Landes Brandenburg finanziert. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf 4,0 Mio. Euro. Die Fertigstellung ist für Ende 2020 geplant. Im Gebäude sind u. a. 10 Labore, 8 Büros sowie ein großer Seminar- und Besprechungsraum vorgesehen.

3D-Animation des neuen Forschungskomplexes Haus der Kulturbiomforschung  –  © Bauplanungsbüro Dipl.-Ing. Gerhard Schulz

Was ist das ZALF?

Das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e. V. in Müncheberg ist eine Einrichtung der Leibniz-Gemeinschaft. Mission des ZALF ist es, Wirkungszusammenhänge in Agrarlandschaften wissenschaftlich zu erklären und mit exzellenter Forschung der Gesellschaft die Wissensgrundlage für eine nachhaltige Nutzung von Agrarlandschaften bereitzustellen. Agrarlandschaften sind im Gegensatz zu Naturlandschaften durch ihre Nutzung und ihre Nutzer geprägt. Die Forschung am ZALF umfasst daher auch die gesellschaftlichen Ansprüche an Agrarlandschaften und die Wirkung ihrer Nutzung. Verstärkt adressiert das ZALF mit seiner Forschung wesentliche gesellschaftliche Herausforderungen im Kontext von Agrarlandschaften, wie beispielsweise Klimawandel, Ernährungssicherheit oder Schutz der Biodiversität.

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