Gegenwärtig keine laufenden Verhandlungen zur Zusammenlegung der Schulen

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Gegenwärtig keine laufenden Verhandlungen zur Zusammenlegung der Schulen
Wie die Stadtverwaltung mitteilt, gibt es gegenwärtig keine laufenden Verhandlungen zur Zusammenlegung von Grundschule und Oberschule.

Müncheberg. Aktuell sorgt ein Informationsblatt der Elternvertreter der Grundschule Müncheberg für Aufregung und Verunsicherung. Darin wird behauptet, dass es seitens der Stadt Müncheberg Überlegungen gibt, die Grundschule und die Oberschule zusammenzulegen. Grund seien geänderte Brandschutzbestimmungen. Die Eltern der Grundschulkinder werden weiterhin aufgefordert, in einer Umfrage ihre Meinung dazu mitzuteilen. In einer offiziellen Stellungnahme der Stadtverwaltung heißt es nun, dass es gegenwärtig keine laufenden Verhandlungen zur Zusammenlegung der Schulen gibt.

Richtig ist, dass bezüglich Brandschutz diverse Maßnahmen erforderlich sind. Darüber hat die Bürgermeisterin in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung am 5. Oktober 2017 informiert. Weiterhin teilte sie dort mit, dass Schulen langfristig mehr Beachtung finden müssen und gegebenenfalls mögliche Alternativen zur derzeitigen Situation erörtert werden müssen. In diesem Zusammenhang befindet sich die Stadt in einer ergebnisoffenen Ideenfindungsphase, wo generell über die Verbesserung des Schulstandortes nachgedacht wird. Dazu gehört auch die Prüfung von möglichen Synergien bei einer Zusammenarbeit. Ob daraus konkrete organisatorische, beziehungsweise bauliche Maßnahmen abgeleitet werden, ist völlig offen und zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt kein Thema.

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Die Stadtverwaltung stellt klar, dass Pläne und Entscheidungen dieser Art keine Geschäfte der laufenden Verwaltung sind. Dieses sind immer politische Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung, die im Vorfeld derartiger Überlegungen auch angekündigt würden, um eine öffentliche Diskussion zu ermöglichen. Darüber hinaus wären neben der Stadtverwaltung, als Träger der Grundschule, auch andere Institutionen, wie Schulamt und Landkeis Märkisch-Oderland, als Träger der Oberschule, zu beteiligen und anzuhören. Im Falle von konkreten Plänen würden Eltern und Schule frühzeitig informiert und in einen Entscheidungsprozess mit einbezogen.

Ihr Bedauern äußerte die Verwaltung über die unglückliche Formulierung, die den Eindruck erweckt, dass es bereits konkrete Pläne gibt. Auch zeigte sie sich enttäuscht, dass es im Vorfeld keine Kommunikation der Elternvertreter mit dem Schulträger gab, um die Faktenlage noch einmal zu erörtern. Grundsätzlich begrüße die Stadt eine Abfrage des Meinungsbildes der Elternschaft. Doch hier wurden offenkundlich frühzeitig unbewertete Ideen zum Schulstandort Müncheberg als Fakten verkauft. Dazu fehlten überdies die angehängten Argumente, die im Informationsblatt angekündigt waren.

Die Stadtverwaltung versprach, dass nach Abschluss der Ideenfindungsphase die Eltern und Bürger der Stadt frühzeitig und umfassend über die Ergebnisse informiert werden. Sollten daraus entsprechende konkrete Maßnahmen umgesetzt werden, sind darüber hinaus die entsprechenden Instanzen und Vertretungen einzubeziehen.

Dieser Brief sorgt bei den Eltern von Grundschulkindern momentan für Verwirrung.

1 Kommentar

  1. Die Initiative der Elternsprecher ist begrüßenswert und kommt genau zur richtigen Zeit! Es wäre nicht das erste Mal, dass die Stadt Müncheberg schlecht bis gar nicht über wichtige Vorhaben informiert und an den Interessenlagen eines Großteils der Mitbürger vorbei entscheidet.

1 Trackback / Pingback

  1. Verwaltung informiert über Umzugspläne von Grundschule und Hort

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