Feuerwehrgerätehaus in Jahnsfelde verteuert sich um 75.000 Euro

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Feuerwehrgerätehaus in Jahnsfelde verteuert sich um 50.000 Euro
Für die Fertigstellung der Aussenanlagen am künftigen Feuerwehrgerätehaus in Jahnsfelde bewilligten die Stadtverordneten zusätzliche 75.000 Euro.

Müncheberg/Jahnsfelde. Das Feuerwehrgerätehaus in Jahnsfelde verteuert sich um 75.000 Euro. Darüber wurden die Stadtverordneten auf einer kurzfristig einberufenen außerordentlichen Stadtverordnetenversammlung am Dienstagabend informiert. Als Grund nannte die Bauverwaltung, dass der Boden im Außenbereich am künfitgen Gerätehaus der Jahnsfelder Feuerwehr nicht so verdichtet werden kann, damit er eine ausreichende Tragfähigkeit erhält. Betroffen seien nicht nur der Zufahrtsbereich zum Gebäude, sondern auch der Bereich der künftigen Parkplätze. Hier sei es nun notwendig, rund 400 Kubikmeter Boden auszutauschen und den Untergrund entsprechend zu verdichten.

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Jahnsfelder warnten schon länger vor möglichen Problemen

Bei den Stadtverordenten löste diese Nachforderung Verwunderung aus, da im Rahmen der Bauplanung doch ein Bodengutachten erstellt worden sei. Wie könne es sein, dass erst in einer so späten Bauphase festgestellt wird, dass der Untergrund nicht standfest sei, wurde die Frage an die Verwaltung gestellt. Die Verwaltung erklärte daraufhin, dass bereits im Bodengutachten auf die Tragfähigkeit hingewiesen wurde und das eventuell eine Nachverdichtung erforderlich sei. Darüber hinaus handele es sich planerisch um zwei Projekte, zum einen um das Feuerwehrgerätehaus selbst und zum anderen um den Aussenbereich.

Der Jahnsfelder Ortsvorsteher Bernd Gohlke erkündigte sich darüber hinaus, ob in den veranschlagten Kosten auch die entsprechenden Entwässerungseinrichtigungen mit enthalten sind. Bereits 2015 warnte er nämlich schon vor Problemen mit Wasser und weichem Untergrund an dieser Stelle. Denn das neue Feuerwehrgerätehaus liegt ziemlich tief. Und größere Regenwassermengen könnten sich, ohne entsprechende Baumaßnahmen, an dieser Stelle sammeln. Doch laut Auskunft der Bauverwaltung sei die Errichtung einer Rigole zum Zwecke der Entwässerung in den Kosten enthalten und die Bedenken somit unbegründet.

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Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich laut Auskunft der Kämmerin auf  95.000 Euro, wovon 20.000 Euro noch aus dem vorhandenen Baubudget genommen werden können. Die Deckung der Ausgabe könne durch Zurückstellung eines Eigenanteils für eine Regenentwässerung im Ortsteil Eggersdorf erfolgen. Denn dieser hätte in diesem Jahr sowieso nicht mehr planungsgemäß eingesetzt werden können, da maximal Ingenieurleistungen anfallen würden. Und somit sei das Regenwasser-Projekt in Eggersdorf nicht beeinträchtigt, wie der Ortsvorsteher und Vorsitzende vom Bauausschuss Hans Domke ergänzte. Die Stadtverordneten votierten in der folgenden Abstimmung für die überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 75.000 Euro, 4 enthielten sich. Mit dem nun vorliegenden Beschluss der Stadtverordnetenversammlung kann die Verwaltung die entsprechenden Baumaßnahmen ausschreiben.

Aufnahme einer Bürgerfragestunde in die Tagesordnung wurde abgelehnt

Zu Beginn der Sitzung gab es noch ein grundsätzliche Diskussion, ob auch in dieser ausserordentlichen Stadtverordnetenversammlung eine Bürgerfragerunde zugelassen werde. Doch einen Antrag der Fraktion „Wählergemeinschaft Aktion Zukunft“ zur Aufnahme eines Tagesordnungspunktes „Bürgerfragestunde“ lehnten die Stadtverordneten mehrheitlich ab.

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