Beim Thema Ausbau der Alten Seestraße herrschte Ratlosigkeit

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Beim Thema Ausbau der Alten Seestraße herrschte Ratlosigkeit
Die Alte Seestraße im Müncheberger Ortsteil Münchehofe ist in einem katastrophalen Zustand.

Müncheberg/Münchehofe. In der letzten Stadtverordnetenversammlung (am 1. Februar 2018) stand wieder einmal der Straßenbau im Ortsteil Münchehofe auf der Tagesordnung. Doch beim Thema Ausbau der Alten Seestraße herrschte Ratlosigkeit bei den Abgeordneten. Nach einem Grundsatzbeschluss im Juni 2017 zur Vorplanung einschließlich Kostenermittlung liegt nun ein Ergebnis vor. Wo noch vor gut zehn Jahren eine Deckenerneuerung wohl ausgereicht hätte, ist nun ein grundhafter Ausbau unumgänglich, so Bauamtsleiterin Petra Sehlke in der Stadtverordneten versammlung. Und das würde sich eben auf die Baukosten auswirken. Und daran müssten die Anwohner beteiligt werden. Doch genau darin liegt das Problem. Denn in Münchehofe sind nur 12 Anlieger vorhanden, wo Straßenausbau-Kosten umgeglegt werden könnten.

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Zu lange auf Fördermittel gewartet

Man habe zu lange auf Fördermittel gewartet, hieß es weiter von Seiten der Verwaltung. Und so schob man den Ausbau immer wieder auf. Doch leider gab es in der Vergangenheit auch keine Fördermöglichkeiten, die zur Sanierung der Alten Seestraße hätten eingesetzt werden können. Und der Zustand der Straße wurde mit der Zeit immer schlechter.

Die Alte Seestraße ist auch Zufahrt für den Campingpark und eine Vielzahl von Bungalows.

Peer Gesper, Ortsvorsteher von Münchehofe, bedauerte in der Versammlung diese Situation. Doch er machte auch deutlich, dass eine Umlegung der kompletten Anliegerkosten auf zwölf Anwohner mit ihm nicht zu machen sei. Vielmehr erinnerte er an die Bedeutung der Alten Seestraße für den Tourismus und als Zufahrt für die Bungalow-Siedlung und den Campinpark Großer Klobichsee. Eine Anliegerversammlung, die neuerdings vorgeschrieben ist, könne sich die Verwaltung unter diesen Vorraussetzungen also sparen, so Gesper weiter.

Ein Beispielrechnung der Kämmerin verdeutlichte noch einmal das Dilemma. Bei hypothetischen Baukosten von 500.000 Euro würden, selbst bei der günstigsten Umlage von 50 %, noch 250.000 Euro von den Anwohnern zu tragen sein. Und so machte der Ortsvorsteher keinen Hehl daraus, dass dies nicht gerade gerecht wäre, wenn nur wenige Anwohner die Zufahrt zu einem beliebten Naherholungsgebiet bezahlen sollte. Schließlich kam auch unter den Abgeordneten die Frage auf, ob es hinsichtlich der touristischen Bedeutung von Münchehofe denn keine Fördermittel gäbe.

Letztendlich konnten auch in der Stadtverordnetenversammlung keine Lösungsansätze gefunden werden. Und so entschied man sich, den Beschluss zum Abschluss der Entwurfsplanung zurückzustellen. Die Verwaltung wurde nun damit beauftragt, nach alternativen Varianten zu suchen, wie die vorrausichtlichen Anliegerbeiträge verträglich gehalten werden können.

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