Abfallentsorgung wird ab 2018 nicht mehr nach Gewicht abgerechnet

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Abfallentsorgung wird ab 2018 nicht mehr nach Gewicht abgerechnet
Die Hausmüllentsorgung in Märkisch-Oderland wird ab 2018 vom bisherigen Ident-Wäge-System auf ein reines Ident-System umgestellt.

Seelow. Die Abfallentsorgung wird ab 2018 nicht mehr nach Gewicht abgerechnet. Der Enstorgungsbetrieb Märkisch-Oderland (EMO) stellt mit Beginn des Jahres 2018 die Hausmüllentsorgung vom bisherigen Ident-Wäge-System auf ein reines Ident-System um. Demnach wird bei der Entleerung der Hausmülltonnen der Abfall nicht mehr gewogen (Leistungsgebühr), sondern es wird lediglich die Leerung der Tonne elektronisch dokumentiert (Leerungsgebühr). Dies geschieht mit Hilfe des im Abfallbehälter eingebauten RFID-Transponders (Mikrochip) und des am Sammelfahrzeug angebrachten Lesegeräts.

Der bisherige Entsorgungsvertrag über die Entsorgung von Hausmüll und hausmüllähnlichen Gewerbeabfällen im Landkreis Märkisch-Oderland lief zum Ende des Jahres 2017 aus. Aus diesem Grund wurde die Entsorgungsleistung für den Zeitraum 01.01.2018 – 30.04.2024 mit einer Verlängerungsoption um zwei Jahre neu ausgeschrieben.

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In den vergangenen Jahren seien die Kosten für die Abfallentsorgung (Lohnkosten, Betriebskosten, Deponiegebühren für das Entsorgungsunternehmen) nicht unerheblich gestiegen. Zusätzlich entstanden hohe Kosten für das Ident-Wäge-System durch die notwendige Wartung und Eichung der Fahrzeugwaagen sowie einer unökonomischen Sammlung vieler bereitgestellter Abfallbehälter mit geringem Füllgrad. Durch den Wechsel auf ein reines Ident-System entfallen die Kosten für die Eichung der Waagen.

Der Landkreis Märkisch-Oderland erwartet durch diese Umstellung eine Kosteneinsparung von 15 – 20 %, da die Sammlung von weniger bereitgestellten, aber dafür meist vollständig gefüllten, Abfallbehältern wesentlich ökonomischer sei.

Die Leerung eines Hausmüllbehälters mit einer Größe von 80 Litern kostet künftig 2,09 Euro, die eines 120-Liter-Behälters 3,13 Euro. Pro Jahr werden zwei Mindestleerungen berechnet, unabhängig davon, ob diese in Anspruch genommen werden oder nicht. An den Grundgebühren für die Bereitstellung von Abfallbehältern ändert sich nichts.

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