20 Jahre Wirtschaftshof: Tag der offenen Tür

[Anzeige]
20 Jahre Wirtschaftshof: Tag der offenen Tür
20 Jahre Wirtschaftshof Müncheberg | Leiter Jörg Dießl nimmt Glückwünsche entgegen

Müncheberg. Am Samstag, den 23. September 2017 feierte der Wirtschaftshof Müncheberg sein 20jähriges Bestehen. Aus Anlass dieses Jubiläums luden die Mitarbeiter interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Tag der offenen Tür. Jörg Dießl, der seit Februar dieses Jahres den Wirtschaftshof leitet, begrüßte die Gäste und stellte kurz die Mitarbeiter und deren Aufgabenbereiche vor. Aktuell sind neben dem Wirtschaftshof-Leiter 9 weitere Mitarbeiter tätig. Ein Mitarbeiter von ihnen befindet sich dabei immer in 24-Stunden-Bereitschaft, um unvorhersehbare und  plötzlich anfallende Aufgaben erledigen zu können. Aufgrund der Zuständigkeit auch für die Ortsteile beträgt der Einsatzradius mehr als 30 Kilometer. Und so müssen bei der Koordinierung der verschiedenen Aufgaben auch immer die Anfahrtswege mit berücksichtigt werden.

Die Aufgabenbereiche vom Wirtschaftshof sind sehr umfangreich. So ist der Wirtschaftshof für Instandhaltung der städtischen Straßen zuständig. Dazu gehört die Straßenreinigung und zum Beispiel die Kontrolle und Reinigung der Regeneinläufe, wovon es fast 500 Stück gibt. Bei den unbefestigten Straßen, und da gibt es im Stadtgebiet rund 50 Kilometer, kommt immer wieder der Straßenhobel zum Einsatz, um die „Sandpisten“ wieder einzuebnen. „Er ist zwar schon fast antik, aber er funktioniert wunderbar“, so Jörg Dießl bei einer kleinen Führung durch den Gerätepark. Für die restlichen, befestigten, Straßenabschnitten werden pro Jahr cirka 8 Tonnen Bitumen benötigt, um Straßenschäden zu beseitigen und Löcher zu flicken. Weiterhin werden durch Unfälle oder Rempler immer wieder Straßenschilder, Poller und Verkehrsanlagen beschädigt. Deswegen sind die Mitarbeiter durchschnittlich 20 bis 30 mal im Einsatz. Zu guter Letzt dürfen auch die Gehwege nicht vergessen werden. Um Pflasterabsenkungen und Beseitigung von Stoplerfallen kümmert sich der Wirtschaftshof selbst.

[Anzeige]


Im Winter ist der Wirtschaftshof für die Schneeräumung zuständig. Für diese Tage sind die Mitarbeiter dann auch schon ab 3:00 Uhr in der Nacht im Einsatz. „Allerdings können wir mit der Schneeräumung leider nicht überall gleichzeitig sein…“ warb der Wirtschaftshof-Chef um Verständnis. Es gibt Prioritäten. Und da stehen Schulen & Kitas, Schulwege und Bushaltenstellen immer an oberster Stelle. Weitere Reinigungs- und Wartungsaufgaben übernimmt der Wirtschaftshof für die 40 Buswartehäuschen, die zwei mal im Jahr einer Grundreinigung unterzogen werden. Ausserdem steht die regelmäßige Leerung der 122 öffentlichen Papierkörbe auf der Aufgabenliste. Diese erfolgt zwei mal pro Woche, wobei im Jahr rund 160 Kubikmeter Müll anfallen.

Größere Kosten verursacht immer wieder die Beseitigung von Vandalismusschäden. Im Durchschnitt beseitigt der Wirtschaftshof 4 bis 5 Graffiti-Schmierereien im Gebiet von Müncheberg und den Ortsteilen. Und von den Papierkörben werden im Jahr rund 5 Stück nach Zerstörung ausgetauscht. Und ein Papierkorb kostet zwischen 150 und 300 Euro. Hinzu kommen noch Kosten aus Einbruchschäden. Allein im Jahr 2016 wurde der Wirtschaftshof 3 mal von Einbrechern bestohlen, was zum einen Kosten verursachte und zum anderen die Einsatzfähigkeit schwächte, da die entwendete Technik für den Zeitraum der Neuanschaffung fehlte.

Zu den „schönen Aufgaben“ gehört für die Mitarbeiter die Unterstützung von Volksfesten und Weihnachtsmärkten. Dazu stellt der Wirtschaftshof bei Bedarf die stadteigenen Verkaufshütten auf und hilft bei der Herrichtung der Veranstaltungsorte und Festplätze.

In Müncheberg und den Ortsteilen gibt es 9.200 Bäume, rund 2.200 Meter Hecken, 3,5 Hektar Straßenbegleitgrün, 6 Hektar städtische Friedhöfe und Kriegsgräberanlagen, 5,5 Hektar Sport- und Bolzplätze sowie 20 Hektar Grünflächen, um die sich der Wirtschaftshof kümmert. Dabei werden die Grün- und Rasenflächen zwischen 3 mal (extensiv) und 10 mal pro Jahr (intensiv) gemäht und die Hecken bis zu 2 mal im Jahr geschnitten. Die Bäume werden bei Bedarf in Form gebracht und das Totholz wird regelmäßig entfernt. Dazu steht den Mitarbeitern die entsprechende Technik zur Verfügung, ohne die diese Aufgaben nicht zu bewältigen wären. Lediglich die Arbeitsbühne gehört nicht zum Wirtschaftshof, erläuterte Jörg Dießl. Hier kooperieren Wirtschafts- und Bauhöfe verschiedener umliegender Gemeinden miteinander.

Bei der Pflege und Bewirtschaftung der rund 10.000 Quadratmeter Rabatten erhält der Wirtschaftshof Unterstützung durch die Behindertenwerkstatt Lebenshilfe e.V. sowie durch MAE-Kräfte im Rahmen von Arbeitsfördermaßnahmen. Für diese Aufgaben werden aber auch Aufträge an ortsansässige Firmen vergeben. Zur Rabattenpflege gehören der Rückschnitt und die Entfernung von Wildwuchs, die Lockerung des Bodens, das Mulchen von Flächen, das Stechen von Kanten, das Bewässern sowie die Bereinigung von Müll und Fremdstoffen.

Der Wirtschaftshof ist seit 15. Juli 2005 im ehemaligen Technikbereich der ehemaligen NVA-Kaserne hinter der heutigen Oberschule ansässig. Von 1989 bis 2005 war der Wirtschaftshof auf dem Gelände am dem Kaiserberg beheimatat. Dort befindet sich heute der Nettomarkt.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*